Eine Traueranzeige aufgeben
Die Anzeigenredaktionen von Zeitungen und Bestatter sind Ansprechpartner bei der Gestaltung von Traueranzeigen. Damit entfernte Bekannte rechtzeitig auf die Trauerfeier aufmerksam gemacht werden, sollte die Anzeige spätestens ein bis zwei Tage vorher erscheinen.
Die Anzeigenredaktionen von Zeitungen bieten meist mehrere grafisch gestaltete Vorlagen unterschiedlicher Größe und Form an, die dann individuell ausgefüllt werden. Man kann auch eine Grafikagentur beauftragen oder selbst eine Anzeige gestalten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Vorgaben der gewählten Zeitung bezüglich der Größe und grafischen Formate erfüllt werden. Auch der Bestatter kann beauftragt werden, eine Traueranzeige aufzugeben.
Die Kosten für eine Traueranzeige richten sich nach der Höhe (in Millimetern) und der Breite (in Spalten) der Anzeige. Eine einspaltige Anzeige kostet pro Millimeter zwischen einem und vier Euro. Für eine einspaltige Anzeige mit 50 Millimetern Höhe fallen entsprechend Kosten von fünfzig bis zweihundert Euro an. Der Preis ist dabei abhängig von der Auflagenstärke und dem Verbreitungsgrad der Zeitung. Eine Traueranzeige in den
überregionalen Tageszeitungen ist deshalb teurer als in der Lokalausgabe einer Regionalzeitung.
Die Traueranzeige sollte spätestens ein bis zwei Tage vor der Beisetzung erscheinen, damit entfernte Bekannte die Trauerfeier zeitlich einplanen können. Soll die Beisetzung nur im engen Kreis von Familien und Freunden geschehen, kann mit der Veröffentlichung bis nach der Beerdigung gewartet werden. In der Anzeige findet sich dann in der Regel ein entsprechender Hinweis, dass die Beisetzung schon stattgefunden hat.
Ein privater Nachruf entspricht einer Traueranzeige, wird aber nicht von den Hinterbliebenen aufgesetzt. Anders als bei redaktionellen Nachrufen, die als redaktionelle Zeitungsartikel erscheinen, handelt es sich bei privaten Nachrufen um eine Anzeige. In der Regel wählen Firmen oder Vereine diese Form, um den verstorbenen Kollegen oder Vereinskameraden zu würdigen. Dabei sind es wohlgemerkt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trauern, und nicht "die Firma". Es sollte darauf geachtet werden, dass der Nachruf zur gleichen Zeit wie die Traueranzeige der Hinterbliebenen oder später erscheint.
Bestandteile der Traueranzeige:
Die Traueranzeige enthält den Namen des Verstorbenen, gegebenenfalls auch den akademischen Grad, Geburts- und Sterbedatum sowie die Namen der unterzeichnenden Angehörigen und/oder Freunde. Meistens wird noch ein Hinweis auf Ort und Zeit der Beisetzung angefügt.
Da Traueranzeigen immer grafisch gestaltet sind, können Symbole verwendet werden, zum Beispiel ein Kreuz, eine Rose oder auch ein Bild. Oft wird ein Sinnspruch aus der Bibel, ein tröstendes Gedicht oder ein persönlicher Lieblingsvers des Verstorbenen beigefügt.
Manche Hinterbliebenen bitten in der Traueranzeige darum, von Beileidsbekundungen am Grab abzusehen. Viele Anzeigen enthalten die Aufforderung, anstelle von Blumengeschenken oder Kondolenzspenden das Geld gemeinnützig zu spenden.

Weitere Informationen zum Thema:


Hier finden Sie Traueranzeigen des Hamburger Abendblattes

Bilder: Arzu Tuncel