Was noch zu tun ist
Wenn es nach der Beisetzung etwas ruhiger wird, stehen noch viele Dinge an: Unter anderem gilt es, die Ren- tenansprüche zu klären, die Wohnung zu übergeben und laufende Zahlungen stornieren.
Auch wenn nach der Bestattung eine gewisse Ruhe einkehrt und etwas mehr Zeit für Trauer und Besinnung bleibt, ist in den kommenden Wochen noch einiges zu regeln. Der Verstorbene war bei Ämtern und Behörden registriert, war Mitglied in Vereinen und Organisationen, hatte Bankkonten, Verträge und Verpflichtungen.
Die Hinterbliebenen haben möglicherweise Ansprüche auf Zahlungen aus Rentenkassen oder Versicherungen. Dies kann die Auszahlung einer Lebens- oder Unfallversicherung, einer betrieblichen Unfallversicherung oder einer Sterbekasse sein. Witwen und (Halb-)Waisen können Hinterbliebenenrente bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Auch das Erbe muss abgewickelt werden. Prinzipiell sollte man deshalb darauf achten, Dokumente und Unterlagen des Verstorbenen sorgsam aufzubewahren.
War der Verstorbene alleinstehend, muss sich jemand um die Wohnung kümmern. Binnen kurzem sollten verderbliche Lebensmittel und Müll entfernt werden. Kühlschrank und Spülmaschine sollten geleert und offen stehen gelassen werden, damit es darin nicht schimmelt. Im Sommer ist die Heizungs- oder Warmwassertherme auszuschalten, im Winter auf Frostschutz zu stellen, der Hauptwasserhahn ist abzudrehen.
Zierpflanzen sollte man an Freunde oder Verwandte weitergeben oder entsorgen. Ein Nachsendeauftrag für an den Verstorbenen adressierte Post verhindert ein Überquellen des Briefkastens und stellt sicher, dass die richtige Person den Schriftverkehr erhält.
Schließlich müssen die Verträge für Strom und Gas, Internet und Telefon sowie Fernsehen und der Mietvertrag der Wohnung selbst gekündigt werden. Dabei sollte man genug Zeit für die Haushaltsauflösung einplanen, die selbst oder von einem Dienstleister übernommen wer- den kann.
Je nach Einzelfall werden zahlreiche weitere Kündigungen und Abmeldungen nötig. Ver- einsmitgliedschaften, Zeitschrif- tenabonnements, Kraftfahrzeu- ge, Versicherungen und Dau- eraufträge bei der Bank sind nur einige Beispiele. Bei Heimunterbringung muss der Heimplatz gekündigt werden. War der Verstorbene behindert, muss er beim Versorgungsamt abgemeldet und der Behindertenausweis - nach Anfertigung einer Kopie - zurückgeschickt werden. Dasselbe gilt für die Krankenkasse.

Weitere Informationen zum Thema:

Checkliste: Was nach der Bestattung noch zu tun ist
Welche Schritte müssen nach der Bestattung unternom-
men werden? [PDF, 57 KB]

Bilder: Arzu Tuncel